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Simonow

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Sergei Gawrilowitsch Simonow war ein sowjetischer Waffenentwickler, der bereits vor dem Zweiten Weltkrieg an Selbstladegewehren arbeitete. Seine Entwürfe waren vorerst wenig erfolgreich, stattdessen zog man die Gewehre seines Kollegen Fjodor Wassiljewitsch Tokarew vor. Man übernahm dessen Modelle SWT-38 sowie SWT-40 in die Ausrüstung der Streitkräfte. Als Ziel galt weiterhin, das in die Jahre gekommene Mosin-Nagant-Infanteriegewehr als Standardwaffe der Roten Armee zu ersetzen. Als mit der Kurzpatrone des Typs M43 eine kompaktere Munition zur Verfügung stand, sollte eine ganze Waffenfamilie in diesem Kaliber entwickelt werden – ein Mehrladekarabiner, ein Selbstladekarabiner, ein Sturmgewehr und ein leichtes Maschinengewehr. Der Mehrladekarabiner kam über das Reißbrett nicht hinaus, den Wettbewerb für das neue Sturmgewehr gewann Michail Timofejewitsch Kalaschnikow mit der AK-47 und als leichtes MG wurde Degtjarjows RPD eingeführt.

Den Wettbewerb um den Selbstladekarabiner konnte Simonow für sich entscheiden. Sein seit 1944 entwickelter Entwurf überzeugte: die Waffe war solide und robust. Wie bei allen Waffen der Roten Armee wurde besonderer Wert auf leichte Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit gelegt; auch hier konnte der Karabiner überzeugen. Im Juni 1944 wurde eine Vorserie bei Truppenversuchen noch im 2. Weltkrieg eingesetzt. Nach dem Ausmerzen von Kinderkrankheiten wurde er 1949 parallel mit der AK-47 bei den sowjetischen Streitkräften eingeführt. Als zunehmend Kalaschnikows zu Verfügung standen, verdrängte diese den SKS langsam aus dem Frontdienst. Bei nicht in der ersten Reihe stehenden Truppen blieb er jedoch noch relativ lange – zum Teil bis in die 1990er-Jahre – im Dienst.

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